Tourismus-Minister Guido Wolf überreicht dem Kraichgau-Stromberg Tourismus e.V. Förderbescheid für Wanderwegekonzeption.

13.04.2017

Wandern in der Region Kraichgau-Stromberg ist eine wunderbare Sache, das ist nicht neu. Neu ist, dass im Rahmen einer Wanderwegekonzeption über 40 Wanderwege eine einheitliche Beschilderung erhalten. Dafür werden nun aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes Baden-Württemberg Fördermittel in Höhe von 112.027 Euro bereitgestellt.

Der Kraichgau-Stromberg verfügt über beste Bedingungen für ein attraktives Wanderangebot. Die Naturräume des gleichnamigen Tourismus e.V. mit seinen beiden Naturparks Neckartal-Odenwald und Stromberg-Heuchelberg bieten perfekte Voraussetzungen für Genusswanderungen. Die omnipräsente Hügellandschaft sorgt für ein entspanntes Wandererlebnis ohne den Wanderer zu über- oder unterfordern und bietet abwechslungsreiche Landschaften und Aussichten. Jedoch wurde dem Verein vor einiger Zeit durch Fachleute ein Bedarf an beschilderten Wandertouren bescheinigt.

Für die Menschen in den umliegenden Ballungsgebieten ist die  Region potentielles Naherholungsgebiet für Halbtages-, Tages- und Wochenendausflüge. Da allerdings keine einheitliche und flächendeckende Wanderwegebeschilderung vorhanden ist, kommt die Region als Wanderregion bisher nur sehr selten in Frage. Das wird sich nun ändern. Um diese letzte Voraussetzung für ein attraktives Wanderangebot zu erfüllen wurde die Wanderwegekonzeption für den Kraichgau-Stromberg beschlossen, um ein attraktives Wanderangebot in der gesamten Region zu schaffen.

Der Landkreis Karlsruhe hat stellvertretend für die Mitgliedsgemeinden des Kraichgau-Stromberg Tourismus e.V. eine Förderung beantragt und bewilligt bekommen. Gestern überreichte Tourismus-Minister Guido Wolf dem Karlsruher Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, Oberbürgermeister Martin Wolff, Vorsitzender des Kraichgau-Stromberg-Tourismus e.V.  und der Geschäftsführerin Christina Lennhof den Förderbescheid in Höhe von 112.027 Euro.

Im gesamten Kraichgau-Stromberg sollen touristisch attraktive thematische Rundwanderwege im Halbtages- und Tagesformat entstehen, die neben der attraktiven Wanderstrecke auch die Gastronomie und den ÖPNV einbeziehen, und nach Qualitätskriterien umgesetzt werden sollen. Die Attraktion und das Thema des Weges sind hier besonders wichtig, um mit zielgerichtetem Themenmarketing Besuchsanlässe für die Region zu schaffen. Im Besonderen stellen die Rundwanderwege für Tagesausflügler und Touristen das attraktivste Wanderangebot dar, da bequem mit PKW oder S-Bahn angereist werden kann und kein Rücktransport zum Ausgangspunkt notwendig ist. In dem Projekt sollen die schönsten Rundwanderwege der Region beschildert werden, um ein attraktives Wanderangebot zu schaffen und gleichzeitig den Grundstein für ein beschildertes Wanderwegenetz der Region zu legen. „Die Förderung dieser Konzeption ist ein wichtiger Beitrag für die touristische Infrastruktur im Landkreis Karlsruhe und der gesamten Kraichgau-Stromberg Region“, war sich Landrat Dr. Christoph Schnaudigel mit Martin Wolff, Oberbürgermeister von Bretten und Vorsitzender vom KST, und KST-Geschäftsführerin Christina Lennhof einig.

Die Mitgliedsgemeinden des Kraichgau-Stromberg Tourismus e.V. präsentieren in der KST-Wanderwegekonzeption ihren schönsten Rundwanderweg, der im Zuge der Konzeption beschildert wird. Diese Wege werden vom KST als Zugpferd für den Wandertourismus in der Region vermarktet.

In den Gemeinden des Naturpark Stromberg-Heuchelberg ist darüber hinaus die Entstehung des Wanderdreiklangs geplant. Dieser besteht aus drei unterschiedlich langen Rundwanderwegen von einem Startpunkt (Wanderparkplatz) ausgehend. Der Wanderer hat die Möglichkeit sich für die Tour mit der für ihn individuell optimalen Länge zu entscheiden und diese zu erwandern. In den Naturparkgemeinden werden die Konzepte übereinandergelegt, sodass sie sich sinnvoll ergänzen. Die schönste KST-Rundtour wird somit eine der Wanderdreiklangrouten sein.