Von der Quelle bis zur Mündung - der Kraichradweg

14.01.2017

Der Fahrrad-Tourismus hat in den letzten Jahren ein enormes Wachstum zurückgelegt. Insbesondere Flussradwege erfreuen sich auf Grund der angenehmen Topografie großer Beliebtheit. Mit einer durchgängigen Radverbindung von der Quelle bis zur Mündung des Kraichbaches, wurde nun eine dritte Flussradtour im Kraichgau-Stromberg geschaffen, welche die Region einmal mehr in den Mittelpunkt der Radfahrer stellt. Und das passt ganz hervorragend in das Radjubiläumsjahr. Denn 2017 feiert das Fahrrad seinen 200. Geburtstag.

Das ganze Land Baden-Württemberg feiert mit – denn schließlich hat Karl Drais das Fahrrad im Jahre 1817 in Mannheim erfunden. So bekommt auch das Rad am 7. Mai bei der Eröffnung des Kraichradwegs eine ganz große Bühne.

Über 60 Kilometer entlang der Kraich verbindet der neue Kraichradweg zehn Anliegergemeinden und drei Landkreise. Und damit die attraktiven Regionen Naturpark Stromberg-Heuchelberg, den Kraichgau und die Oberrheinische Tiefebene sowie die Landkreise Enzkreis, Karlsruhe und Rhein-Neckar. Der Kraichbach ist Namensgeber für den überregional bekannten Kraichgau. Diese Verbindung ist nun in Form eines touristischen Radwegs erlebbar gemacht worden. Der Weg hat viel zu bieten: Eine angenehme Topographie, kleine Dörfer, Burgen und Schlösser, viel Natur, Einkehrmöglichkeiten und unterschiedlichste Landschaften ermöglichen ein neues Raderlebnis. Entstanden ist ein Wohlfühlradweg, den man wunderbar in ein oder zwei Tagesetappen radeln kann. Start und damit gleichzeitig der höchste Punkt der Tour ist in Sternenfels an der Kraichquelle mit 309 Metern Höhe. Vorbei an Oberderdingen, durch Kraichtal, Ubstadt–Weiher und Kronau verlässt der Weg hier die Region Kraichgau-Stromberg, führt weiter über St. Leon-Rot, Reilingen und Hockenheim und endet schließlich in Ketsch, wo die Kraich in den Altrhein mündet. Insgesamt hat die Tour ca. 200 Meter Aufstieg und 400 Meter Abstieg. Dabei verläuft sie zu ca. 20 km auf Asphalt und ca. 24 Kilometer auf Schotterwegen, ca. 10 Kilometer auf anderen Wegen und nur ca. 2 Kilometer auf Straßen. Am Oberlauf der Kraich führt er durch sonnige Weinlagen, entlang verwunschener Waldseen und durch dichte Wälder. Der mittlere Abschnitt ist geprägt durch offene, von Ackerbau dominierte Kulturlandschaft. Der Unterlauf schließlich ist gespickt mit Baggerseen und Entwässerungskanälen – also insgesamt eine unglaubliche Vielfalt, die seinesgleichen sucht.

Eröffnung am 7. Mai

Die Veranstaltung zur Eröffnung des neuen Radweges am 7. Mai 2017 ist vielfältig. In Anlehnung an eine Radsternfahrt wird der Radweg sowohl an der Kraichquelle in Sternenfels (Enzkreis), als auch an der Kraichmündung in Ketsch (Rhein-Neckar-Kreis) mit dem Durchschneiden eines Bandes und der Enthüllung der Portal-Tourentafeln feierlich eröffnet.
Ziel der beiden Ausgangspunkte ist Kronau. Dort präsentieren sich auf dem Dorfplatz alle Anliegergemeinden und relevanten Organisationen, wie z. B. der Kraichgau-Stromberg-Tourismus, der Naturpark Stromberg-Heuchelberg, die Touristikgemeinschaft Kurpfalz, der VCD und ADFC. Erzeuger von regionalen Lebensmitteln aus den drei Landschaftsräumen Stromberg-Heuchelberg, Kraichgau und Oberrheinische Tiefebene bieten regionale Produkte an (z. B. Wein, Backwaren, Spargel). Zudem präsentieren Fahrradhändler ihre neuesten Produkte rund ums Fahrrad.

Velobusse (Busse mit Fahrradanhänger) bringen die Fahrradfahrer auf Wunsch wieder nach Sternenfels und Ketsch zurück.
Weitere Infos unter www.kraichgau-stromberg.com