Die Hauptroute der Weinstraße

Es ist eine Rundtour zwischen Rheinebene und Neckarstrand – und hier sollten Sie ein bisschen Zeit investieren: Vielleicht drei Tage oder mehr – machen Sie einen Kurzurlaub. Sie werden sehen, es lohnt sich: Sie fahren oder wandern durch eine kulturhistorische Landschaft, durch lichte Wälder und naturschöne Wiesen, kommen zu Burgen und Besenwirtschaften,  Klöstern und Kapellen… 
Überall gibt es gute Gastgeber, in Hotels, Bauern- und Winzerhöfen oder auf Campingplätzen. Und hier und da lohnt auch mal ein Abstecher. Wählen Sie nach Neigung: Museum und Wellness-Tempel, Wasserschloss und WelterbeKloster, Barockschloss oder 
Bauernhof… Das Weinland hat noch manche Geheimtipps und viele Glanzlichter. Wo beginnt man diese Weinstraßen-Rundreise?

Barockschloss Bruchsal
Schloss Kaltenstein in Vaihingen
Das Bönnigheimer Schnapsmuseum
Burgruine Löffelstelz in Mühlacker
Wasserschloss in Angelbachtal

Unser Vorschlag wäre Bruchsal, die Stadt mit dem eindrucksvollen Barockschloss – und dem Michaelsberg, der Weitblick über die Rheinebene und Einblick in die Jungsteinzeit bietet. Wandern Sie durch die Hohlwege des Walzbachtals (Waldspielplatz für Groß und Klein) bis Mühlacker. Sehenswert sind die Enztalschlingen in Mühlhausen: Wo andernorts flurbereinigt ist, werden die Reben hier noch am Steilhang mit ökologisch hochwertigen Trockenmauern bewirtschaftet.

Das Vaihinger Schloss grüßt schon von Weitem: Reben sind bereits im Jahr 779 hier an der Enz nachgewiesen. Vielleicht gehen Sie in Schützingen mit einer der Menü-Wanderungen „Gerichte und Geschichte“ durch Fachwerkdorf und Weinberge.

In Bönnigheim ist die Kulturgeschichte des Alkohols zu betrachten. Nur wenig weiter könnten Sie bei einem Weingärtner auf der Botenheimer Heide einen „Trollinger Cocktail“ probieren (mit Limettensaft, Kirschlikör, Curaçao...).

Hausen an der Zaber, ein Brackenheimer Weindorf, hat den römischen Hauptgott Jupiter als Weinpatron. In Zaberfeld informieren Sie sich über den „Wein-Wald“ im Naturparkzentrum Stromberg-Heuchelberg.

Und in Oberderdingen machen Sie einen Spaziergang zum Weinplateau auf dem „Horn“. Vielleicht feiert man hier ja gerade ein Weinfest. Oder Sie machen eine „Schlenderweinprobe mit Mönch und Bürgersfrau“ durch das ehemalige Klosterdorf.

Anfang April sollten Sie in  Diefenbach das Mandelblütenfest mitfeiern. Sind Sie im Herbst unterwegs, dann lohnt sich „Wandern mit Wein“ durch die Kürnbacher Rebenhänge: Beim Quiz wird der Sieger mit Rebensaft belohnt!

In Kraichtal lassen Sie sich im „Guggugsnescht“ ein Ständchen vom Wirt singen – oder Sie schauen in Gochsheim bei den deutschen Zuckerbäckern im Museum vorbei.

In Tiefenbach können Sie fein tafeln, in einem besonderen Weinforum auch in den Barriquekeller schauen. Und bei Weiler lohnt der Aufstieg zur Stauferburg Steinsberg mitten durch die Weinberge. An Wasserschlössern in Angelbachtal vorbei geht’s über den Weinort Malsch durchs „Wohlfühlland“ um Östringen
nach Stettfeld: Im Römermuseum sind Sie dann an den Ursprüngen der Weinkultur.