Rebsorten aus der Region

Der Wein der Region spricht badisch und württembergisch.

Wer schmeckt besser: Der badische Spätburgunder? Oder der Lemberger, ein typisches Württemberger Gewächs? Aber wann und zu welchem Essen? Da hilft nur eines: Selbst ausprobieren!

Weintraube

"Wer bei uns nichts trinkt, ist zu faul zum schlucken."
Theodor Heuss

 

Riesling

Trotz seiner späten Reife hat der Riesling seine größte Verbreitung in den nördlichen Weinbaugebieten Deutschlands gefunden und stellt unbestritten die wertvollste und anspruchsvollste Sorte im deutschen Rebsortiment dar. Aus dem Saft seiner Trauben stammen unsere edelsten Weine. Er liefert gute, wenig schwankende Erträge und zeigt sich goldgelb mit leichtem Grün im Glas. Der Kenner sagt: „Es gibt keine kleinen Riesling-Weine, höchstens zu junge.“ 


Kulinaria-Partner: 

Schmeckt gut zu Fisch, besonders Forellen, sowie Geflügel, Schwein und Kalb. Ideal passt er zum „königlichen Gemüse“, dem Spargel, der in der Rheinebene seinen Stammplatz hat.

Grauburgunder

Er hat in den letzten Jahren in Deutschland eine steigende Verbreitung gefunden und zählt zu den besten Sorten in unserem heimischen Rebenbestand. Synonyme für den Grauburgunder sind z.B. Ruländer oder Pinot gris. Der Grauburgunder liebt einen tiefgründigen, kräftigen Boden. Gelegentlich hängen rote, weiße und blaue Trauben am selben Trieb. Die Weine sind gehaltvoll, wuchtig, fruchtig und besitzen häufig ein sehr feines Pinot-Bukett. Sie zählen zu den extraktreichsten unter den Weißweinen. Wer Grauburgunder richtig genießen will, darf es nicht allzu eilig haben.

Kulinaria-Partner: 

Passt zu Geflügel, Fisch, Braten mit hellen Saucen und Spargel.


Sauvignon blanc

Die weiße Rebsorte ist hauptsächlich im Südwesten Frankreichs verbreitet,
wo sie im Jahre 1710 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Zusammen mit der Rebsorte Semillon liefert sie die berühmten Sauternes-Weine . In Württemberg wird Sauvignon blanc seit Anfang dieses Jahrtausends wieder angebaut. Unter dem Synonym Muskat-Sylvaner war der Sauvignon schon vor 150 Jahren in Württemberg heimisch. Das unverkennbare Merkmal des Sauvignon blanc ist sein kräftiges Aroma. Der Wein zählt zu den Weinen mit großer Aromenvielfalt in Geruch und Geschmack.

Kulinaria-Partner: 

Passt hervorragend zu kräftigen Spargelgerichten, Fisch, Meeresfrüchten oder auch zu Pasta mit Sahnesaucen.

 

Weißburgunder

(Pinot blanc)

Der Weißburgunder benötigt tiefgründige, nährstoffreiche Böden mit ausreichend Feuchtigkeit. Die Weine sind aromatisch, vollmundig, fruchtig sowie extraktreich und zeigen oft ein feines Bukett. Der Wein ist substanzreich mit feinem, mandelartigem Geschmack und pikanter Säure.

 

Kulinaria-Partner:

Jugendlich frisch ist er ein knackiger Sommertyp für die Grillsaison.

Müller-Thurgau

Nach neuesten Erkenntnissen ist die Sorte eine Kreuzung zwischen Riesling und Madeleine Royale. Müller-Thurgau-Weine zeichnen sich durch ein feinblumiges Muskataroma und milde, reife Säure aus. Sollte frisch getrunken werden. Unter der Bezeichnung „Rivaner“ kommen die spritzigeren, fruchtigen und trocken ausgebauten Weine in den Handel. 

Kulinaria-Partner: 

Schmeckt gut zu Süßwasserfisch und Schweinebraten.


Acolon

Der Acolon ist eine rote Sorte, die aus Lemberger- und Dornfelder-Reben gekreuzt wird. Der Wein ist farbintensiv und dunkel mit einem Bukett von dunklen Früchten mit dezenter Gerbstoffnote. Durch seine traditionelle Art ist er auch ein vielseitiger Cuvée-Partner. 


Kulinaria-Partner: 

Der Acolon passt je nach Ausbaustil zu geschmorten Fleischgerichten mit konzentrierten Saucen. Er ist  aber auch ein perfekter Begleiter zu würzigen Pastagerichten.

 

Schwarzriesling

Ist im badischen und württembergischen Kraichgau-Stromberg zu Hause – im Weinbaugebiet Baden gibt es ihn nur im Kraichgau. Nach ihm ist hier sogar ein Ort benannt: das SchwarzrieslingDorf Kürnbach. Er ist etwas leichter als Spätburgunder – mit Riesling ist er trotz des Namens nicht verwandt. Er reift früh, hat keine besonderen Lage-Ansprüche. Milder Wein mit samtiger, zarter Säure und leuchtend roter Farbe. 

Kulinaria-Partner: 

Lässt sich gut zu Wild, Lamm, Rind und Geflügel trinken.


Dornfelder

Eine Neuzüchtung durch Kreuzung von Helfensteiner und Heroldrebe, die nach dem Verwalter der Weinbauschule Weinsberg benannt wurde. Dornfelder-Weine beeindrucken durch ihre besondere Farbintensität und das enorme Aromenspektrum in Geschmacks- und Geruchsausdruck. Dunkle, ins Violette übergehende Weine mit den Aromen von Kirschen, Brombeeren und Mandeln sowie markige bis angenehme Tanninausformungen. 

Kulinaria-Partner: 

Ausgezeichnete Speisenbegleiter zu Wildspezialitäten, passt gut zu kräftigem, reifem Hartkäse.

Lemberger

Auch er ist ein typischer Württemberger – vor allem im Zabergäu am Stromberg. Er braucht beste, wärme sichere Lagen, bringt verhältnismäßig geringe Erträge. Lemberger-Weine wirken jung oft noch etwas kantig, die Weine sind als spätreifende Sorte besonders lagerfähig. Er gehört zu den klassischen Rotweinen mit sehr viel Sortencharakter. Seine Farbe ist dunkelrot bis violett. Er entwickelt ein feinherbes, fruchtiges Aroma und einen kräftigen Körper. 

Kulinaria-Partner: 

Ein guter Begleiter zu Wild und Pilzgerichten sowie zu Lamm, Hammel und gegrilltem Fleisch.

 

Chardonnay

Wurde 1991 in die Liste der zugelassenen Sorten für Deutschland aufgenommen, die Rebsorte zählt zu den besten Sorten der Welt. Die Chardonnay-Traube gilt als eine der vielseitigsten Weintrauben schlechthin. Als natürliche Kreuzung aus Pinot-Reben und Heunisch entstanden, befindet sich die Traube auf der Beliebtheitsskala seit etlichen Jahren auf sehr hohem Niveau. Der Duft von Melonen, exotischen Früchten, überreifen Stachelbeeren oder auch nicht ganz reifen Äpfeln ist typisch. 


Kulinaria-Partner: 

Leichte, junge Weine begleiten gut Fisch und Meeresfrüchte, kräftige Weine aus dem Holzfass passen zu den Röstaromen von Gebratenem ebenso wie zu gereiftem Käse.


Trollinger

Er ist – ohne Übertreibung – das schwäbische Stammes-Getränk. Trollinger (oder „Tirolinger“) ist ein spät reifender Rotwein und wird fast ausschließlich in Württemberg
angebaut, in den Großlagen Heuchelberg und Stromberg. Er gedeiht am besten an steilen Hängen mit nährstoffreichen Böden und hat große Trauben mit viel Saft. Trollinger leuchtet im Glas hell rubinrot und hat einen mittleren bis kräftigen Körper, ist gerbstoffarm und hat ein frisch-fruchtiges Aroma. Ein leichter, süffiger Wein. Muskat-Trollinger ist eine eigenständige, wenig bekannte Rebsorte. Die Muskat-Trollinger halten, was ihr Name verspricht: Sie zeichnen sich aus durch ein intensives Muskatbukett. Das ausgefallene Aroma schenkt bemerkenswerte Geschmackserlebnisse. 

Kulinaria-Partner: 

„Der Schwabe“ trinkt ihn zu den typischen deftigen Gerichten der Region, wie Rostbraten, Linsen mit Spätzle und zu Gänsebraten.